Huancayo – Die bunte Metropole in Perus Altiplano & Meine Begegnung mit „Picante de Cuy“

Parque de la Identidad Huanca (Wanka) - Peru - Huancayo

Huancayo – Eine geschäftige, freundliche Großstadt mit einer guten Mischung aus Moderne und Sinn für die peruanische Tradition

Huancayo ist eine begeisternde, peruanische Großstadt in der HochebeneAltiplano (durchschnittliche Höhe 3.600 m) – der südöstlichen peruanischen Anden. Eine der ersten Berührungen der Altiplano für die wenigen Touristen, die sich von Lima über die Berge in Richtung Cusco, Machu Picchu aufmachen.

Huancayo in der Hochebene Peru - Altiplano

Die weltoffene Stadt Huancayo befindet sich inmitten einem wunderschönen, saftig grünen Tal umgeben von der Bergwelt der Anden und vielen damit verbundenen Attraktionen ringsum wie z.B. den Torre Torre – eine Landschaft mit gigantischen Sandstein-Nadeln, dem in ganz Peru berühmten Sonntagsmarkt und dem Wanka, einem wunderschön angelegten Erlebnispark. Dazu kommt einfach die allgegenwärtige Herzlichkeit und die Freundlichkeit der Menschen.

Im Umland von Huancayo sind Reiten und Mountain-Biken Aktivitäten, die gerne genutzt werden.

Huancayo in der Hochebene Peru - Altiplano

Huancayo in der Hochebene Peru - Altiplano

 

Der Sonntagsmarkt in Huancayo ist der größte in Peru

An jedem Sonntag findet in Huancayo ein riesiger Markt statt, welcher sicher zu den bekanntesten Märkten in ganz Peru zählt. Zahlreiche Einwohner der benachbarten Ortschaften nutzen diese Gelegenheit, um ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse, Stoffe, Schuhe, Kleidung und alle auch nur vorstellbaren Waren feilzubieten.

Wer den Namen dieses Tieres kennt, würde ein Rätsel in meinem Leben auflösen :-P  Bitte unbedingt verraten!

Huancayo Sonntagsmarkt in der Hocheebene Peru - Altiplano

Huancayo Sonntagsmarkt in der Hocheebene Peru - Altiplano

 

Meine erste Begegnung mit Picante de Cuy & Inca Kola

Nach dem längeren Wanderungen durch den Sonntagsmarkt haben wir uns ein herrlich duftendes Grill Lokal ausgesucht. Ich frage den Kellner, was er mir empfehlen kann, weil ich einmal wieder mich nicht entscheiden konnte. Ich habe auch nicht genau hingehört … irgendetwas mit Curry  :-D

Picante de Cuy - Peru - Meerschweinchen

Es war nicht Curry – es war „Picante de Cuy“ – das überall in Andenregionen Peru’s eine Delikatesse und ein Sonntagsessen ist und besonders hier in der Altiplano Region in jedem Restaurant angeboten wird. Es ist Meerschweinchen – sie, wie auch Hühnchen, werden hier in fast jedem Hinterhof gezüchtet. Auch wenn – für den ein oder anderen – schwer nachvollziehbar, sie gehören zu der peruanischen Küche.

Huancayo - Lunch and Inka Kola

Peru ist das einzige oder zumindest eines der wenigen Länder wo Coca Cola nicht ganz oben bei den Softdrinks steht. Die gelbe Flüssigkeit ist das Lieblings-Softgetränk der Peruaner – Inka Cola – auch dies war eine erste Begegnung. Der Hauptbestandteil kommt aus dem einheimischen Zitronenstrauch. Die Limonade ist super süß und erinnert mich ein bisschen an eine Mischung von Kaugummi-Gummibärchen Geschmack :-D

Huancayo Sonntagsmarkt in der Hocheebene Peru - Altiplano

Huancayo Sonntagsmarkt in der Hocheebene Peru - Altiplano

Einen wunderbaren Ausblick über die Stadt bieten die Hügel der Cerrito de la Libertad in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum. Hinter dem Hügel befinden sich die imposanten, vereinzelt über 30 Meter hohen Sandstein-Nadeln der Torre Torre.

 

Parque de la Identidad Huanca (Wanka)

In dem Vorort, San Antonio, von Huancayo gibt es einen wunderschön angelegten Kunst- und Erlebnis-Park. Er ist sowohl bei Kindern wie auch Erwachsenen beliebt. Herrliche Steinmosaik-Pfade führen zu einheimische Pflanzen informieren über sie. Seltsam anmutende und künstlerische Statuen erzählen über die Kultur und die Helden der Region.

Parque de la Identidad Huanca (Wanka) - Peru - Huancayo

Über die, ebenfalls mit Steinmosaiken verzierten, Eingangstore führt eine Brücke, von der aus du einen herrlichen Ausblick in die Altiplano und die angrenzende Bergwelt hast (siehe Titelfoto).

Parque de la Identidad Huanca (Wanka) - Peru - Huancayo

 

Dreh- und Angelpunkt für zwei Eisenbahnstrecken – eine davon die 2. höchste der Welt

Huancayo ist auch Dreh- und Angelpunkt von zwei tollen Eisenbahnstrecken. Eine Touristenattraktion ist die Zugfahrt von Lima nach Huancayo. Nach der neu in Tibet erbauten Eisenbahnstrecke, die 225 m höher geht, ist diese Strecke  -lange Jahre die höchste – heute die 2. höchsten gelegene Eisenbahnroute. Über eine Strecke von ca. 330 Kilometern bietet sich eine atemberaubende Landschaft und faszinierende Ausblicke auf die peruanischen Anden. Die Fahrt dauert ca. 12 Stunden und führt dabei auch über den 4.818 m hohen Ticlio Pass .

Passo Ticlio Peru Lima Huancayo

Leider ist nur an jedem letzten Wochenende im Monat die Reise mit dem Zug möglich. An den anderen Tagen wird die Zugstrecke ausschließlich genutzt, um Rohstoffe aus den peruanischen Minen und landwirtschaftliche Erzeugnisse zu transportieren.

Die andere Eisenbahnstrecke führt von Huancayo nach Huancavelica. 128 km und ca. 6 Stunden führt dich die Schmalspurbahn durch wildschöne, einsame Gebirgstäler, an plätschernden Bächen entlang, eng angeschmiegt an grünen Hügel, durch viele Tunnel, 6 Stops in kleinsten Orten und immer mit einem herrlichen Ausblick in die Andenwelt von Peru. Hier findest du den Beitrag dazu & viele tolle Fotos.

Huancayo Huancavelica mit Zug El Tren Macho

 

Huancayo liegt mit seinen knapp 500.000 Einwohnern 300 km südöstlich von Lima, in der Nähe des Mantaro Tals, auf einer Höhe von 3260 Metern über dem Meeresspiegel und wurde von den Spaniern im Jahre 1572 gegründet.  Die gesamte Region um die Stadt herum ist sowohl in kultureller wie in wirtschaftlicher Hinsicht eine der wohlhabendsten in den Anden und stellt das Handelszentrum für die gesamte Region dar.

 

Wie gefällt dir Huancayo? Nimmt du diese freundliche peruanische Hochland-Metropole mit in deine Reisepläne auf?  Kannst du mir den Namen des lustigen Tieres vom Sonntagsmarkt nennen? 

 

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4 Comments on “Huancayo – Die bunte Metropole in Perus Altiplano & Meine Begegnung mit „Picante de Cuy“

  1. Die Zugfahrt ist für nächstes Jahr auf meinem Reiseplan – wie immer sehr inspirierend und macht ganz viel Lust auf Peru. Wie seid ihr von Huancavelica weiter Richtung Cusco gekommen? Im Netz finde ich kaum Informationen über die Strecke.

    • Danke, liebe Vera!
      Ich freue mich sehr über dein tolles Kompliment! Es ist in Peru immer ein Leichtes von einem Ort zum anderen zu kommen mit dem Bus.
      Dieses Teilstück war die einzige Zugfahrt, sonst sind wir immer mit Bussen gefahren. Von fast jedem Ort fahren Busse oder wenigsten diese Kleinbusse, wo immer ihr hin wollt. Ab und zu macht es Sinn für ein Teilstück ein Taxi zu nehmen, weil gerade kein Bus mehr fährt. Selbst Taxis sind günstig in Peru.
      Wir waren zur Hauptreisezeit in Peru und hatten nie etwas vorgebucht. Größere Orte haben einen Busbahnhof von dem aus eine Vielzahl von Bussen in alle Richtungen fahren.
      Das könnt ihr alles vor Ort auf euch zukommen lassen.
      Es gibt vermutlich kein besseres Busnetz auf der Welt als in Peru … so oder so … es ist wirklich verlässlich und ausgezeichnet, wenn auch der Komfort nicht immer der beste ist :)

      Liebe Grüße
      Petra

  2. Das Tier an dem Händlerstand könnte ein Nutria sein, Nutrias kommen ja ursprünglich auch aus Südamerika.

    • Hi Vera,
      lieben Dank für deinen Tipp! Ich habe gerade mal nachgeschaut – Nutria oder Coypu – das könnte von der Gestalt wie auch Größe hinkommen.
      Ich erinnere mich, dass mir jemand auch einmal einen Namen genannt hatte, den ich mir leider nicht aufgeschrieben habe. Ich werde noch einmal suchen :)
      LG Petra

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