Kiama Highlights: Kiama Blowhole, Cathedral Rocks, Minnamurra, Bombo Quarry

Das berühmte Blowhole von Kiama zählt zu den größten der Welt & lockt viele Touristen an. Nur wenige wissen, dass Kiama weit mehr Highlights zu bieten hat: herrliche Strände, Wellen zum Surfen, grandiose Ausblicke, die Bombo Basaltsäulen, spektakuläre Sonnenaufgänge zwischen den Cathedral Rocks & das pittoreske Minnamurra Headland.

Das Küstenstädtchen Kiama ist leicht zu übersehen, wäre da nicht das berühmte Kiama Blowhole, das drohend donnert & tosend seine Gischt in den Himmel schießt.

Neben herrlichen Stränden, Küstenwanderungen, besten Surfer-Spots, den Cathedral Rocks, Bombo Quarry & der malerische Bucht von Minnamurra bietet das charmante Kiama alles was die typischen Küstenorte zu bieten haben plus eben ein paar Quäntchen mehr!

Kiama liegt ca. 120 km südlich von Sydney und  ist die erste ländlich geprägte Küstenstadt von der australischen Metropole kommend. Umgeben von der schönen, grünen, hügeligen Illawarra Region verbindet Kiama die Welt der Surfer & Strandliebhaber mit dem unendlichen grünen Hinterland, das ebenfalls voller Abenteuer und Highlights steckt.

 

Das Kiama Blowhole & der Leuchtturm von Kiama

Das Blowhole von Kiama ist eindeutig das Highlight und die Touristenattraktion des kleinen, charismatischen Küstenortes. Manche behaupten sogar, dass es das größte Blowhole der Welt ist. Sagen wir einmal so: das Kiama Blowhole gehört zu den ganz großen auf dieser Welt.

 

Kiama Blowhole – eines der größten der Welt

Das Kiama Blowhole ist leicht zu finden, denn der von weitem zu sehende, auf einer kleinen Anhöhe erbaute Leuchtturm des Küstenstädtchens liegt direkt daneben.

Mehrere Aussichtsplattformen bieten eine tolle Aussicht auf das Kiama Blowhole. Das Blowhole kann weiträumig in einem Halbkreis umrundet werden. Somit kann sich der Besucher immer neuer Perspektiven erfreuen.

Selbst nachdem ich das laute Donnern und das darauf folgende, lautstarke Ausblasen der gigantischen Wassergischt schon einige Male gehört habe, schrecke ich immer mal wieder aufs Neue bei dem dumpfen „Ompf“-Knall auf.

Manchmal kündigen sich die donnernden Wasserfontänen durch ein erstes Glucksen und Gurgeln irgendwo tief unten in den Felsen an, ein anderes Mal scheinen sie sich auf leisen Sohlen anzuschleichen und sich einen Spaß daraus zu machen, die Besucher zu erschrecken.

Entdeckt wurde dieses Gebiet 1797 von George Bass, der zu dieser Zeit die Küste in einem Walfänger-Schiff südlich von dem heutigen Sydney bis Melbourne erkundete, bevor er später zusammen mit Matthew Flinders Tasmanien umrundete. Nach ihm wurde auch die Meerenge zwischen Tasmanien und dem australischen Festland benannt – die Bass Strait oder Bass-Straße.

Schon George Bass war von dem heutigen Kiama Blowhole und der Schönheit der umliegenden Küste begeistert.

 

Wie funktioniert das Kiama Blowhole? Wann ist der beste Zeitpunkt?

Ein Blowhole  (Blasloch) ist im Sprachgebrauch und in der Geologie eine enge Öffnung am Ende einer Meerhöhle, die über die Höhlendecke hinauf ins Freie reicht.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung haben die Gezeiten keinen Einfluss auf die Größe bzw. Menge des Wasserausstosses, sondern die Windstärke und die Windrichtung.

Nur wenn der Wind aus dem Südosten kommt, werden die Wellen so in den Schlund des Kiama Blowhole gedrückt, dass die Luft im inneren der Höhle komprimiert wird.

Die Entladung der komprimierten Luft erfolgt mit einem dumpfen, drohend-donnernden, lauten Knall beim Herausschiessen und wird von einer heftigen Wasserfontäne begleitet.

Am stärksten und am lautesten sind die Wasserfontänen, wenn das zurückweichende Wasser wieder aus der Höhle zu entweichen versucht, die neue Welle aber schon wieder eindringt. Die Luft wird dann maximal komprimiert und verschafft sich in einer Art Explosion Platz, bei der – unter idealen Bedingungen – eine bis zu 50m hohen Wasserfontäne zusammen mit der komprimierten Luft durch die Höhlenöffnung hinausgeschossen wird.

Wer zur „falschen“ Zeit das Kiama Blowhole besucht, wird vielleicht nur ein glucksend-scheues Donnerchen mit kleiner Wasserfontäne sehen.

Das Kiama Blowhole wird allerdings im Laufe von Jahrhunderten auch wieder an Kraft verlieren, weil die unterirdische Höhle durch die herein schlagenden Wellen erodiert und abgetragen wird. Dafür entsteht dann irgendwo anders an der Küste wieder ein neues Blowhole.

Ich könnte hier stundenlang stehen und über jeden einzelnen Ausstoß wie auch jedes einzelne Zurückweichen der Gischt staunen. Und ich könnte natürlich auch hunderte Fotos davon posten, weil jedes Szenario natürlich auch ganz anders ist. 😍

Nur wenige Meter vom Kiama Blowhole entfernt, haben die Besucher die Möglichkeit, dem kraftvollen Heranschießen der türkisblauen Wellen zuzusehen, die dann an den dunkelbraunen Felsen lautstark zerschellen. Ebenfalls ein sehr faszinierendes Spektakel und bei sonnigen Wetter ein überwältigendes Farbenspiel.

 

Insider Tip: Little Blowhole von Kiama

Neben dem großen Blowhole hat Kiama auch noch einen kleinen Bruder anzubieten – das Little Blowhole.

Nur wenige Autominuten südlich des großen Blowhole, an der Tingira Cres, befindet sich das Little Blowhole. Umgeben von einem kleinen Park ist dies eine Möglichkeit, dieses kleine Blasloch mit kaum anderen Touristen genießen zu können.

Das Little Blowhole kann zwar nur eine weit kleinere Wasserfontäne aufweisen, dafür „spuckt“ es aber auch bei wenig Wellen. Vor allem aber um so mehr, wenn der Wind vom Nordwesten kommt. Also genau dann, wenn beim großen Kiama Blowhole ziemlich tote Hose ist.

Der Park und die flache Felsbucht laden auch zu einem Picknick ein oder diesem Schauspiel frönend einfach den Tag, die Sonne und die Meerluft zu genießen. Das hat ja schon so etwas wie eine Thalasso Therapie!

 

Die Strände und Surfspots von Kiama

Sowohl südlich als auch im Norden von Kiama finden sich ca.10 schöne Strände. Die beliebten Stadt-Strände und Buchten liegen südlich vom Leuchtturm und Blowhole – Kendalls Beach, Surf Beach und East Beach. Bei diesen Stränden geht es meist quirliger und lauter zu.

Die Strände im Norden von Kiama werden länger und weit ruhiger. Selbst an Wochenenden sind diese nie überfüllt. Alle Strände rund um Kiama bieten sich auch zum Surfen an, wobei Bombo Beach der beliebteste Surfstrand sein soll.

 

Bombo Beach, Bombo Headland & schönster Surf-Strand

Mein Lieblingsstrand in Kiama, vor allem auch den Ausblick betreffend, ist Bombo Beach. Vom Bombo Beach Nordende hat der Besucher den schönsten Ausblick.

Ein Ausblick zum Jubeln schön! Direkt bei dem kleinen Parkplatz befinden sich auch einige Picknickplätze.

 

Bombo Beach – Surfen, Sonnen, Angeln & Schwimmen

Von dem kleinen Hügel am Nordende des Bombo Beach und dem angrenzenden Bombo Headland schweift der Blick entlang dem weiten Strand, über Pheasant Point und bis hinüber zum Leuchtturm von Kiama.

Der Norden des Bombo Beach ist besonders beliebt bei den Surfern. Besonders morgens und abends suchen hier die Surfer nach der idealen Welle und scheinen viel Spaß dabei zu haben.

Aber auch Sonnenanbeter, Schwimmer und Angler lieben den niemals überfüllten Bombo Beach. Außerdem lädt der langgezogene Strand zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

Vom Parkplatz am Bombo Beach führt ein schöner Spazierweg entlang der Felsküste zur Landspitze des Bombo Headland mit vielen weiteren herrlichen Ausblicken.

 

Bombo Quarry : Imposante Basaltsäulen & grandiose Stimmung bei Sonnenaufgang

Der Spazierweg entlang dem Bombo Headland in Richtung Jones Beach führt an den ungewöhnlich anmutenden Basalt Säulen vorbei. Wie aus dem Wasser emporgestiegene Orgelpfeifen säumen sie den Weg.

Bei dem heute stillgelegten Bombo Steinbruch finden sich noch viele dieser anmutigen hohen, sechseckigen, riesigen Basaltsäulen entlang der Küste. Je nach Tageslicht verbreiten sie eine mondähnliche, teils leicht gespenstische, surreale Stimmung.

 

Bombo Quarry – Einzigartige & bedeutende geologische Stätte

Der Bombo Steinbruch ist eine der bedeutendsten geologischen Stätten in New South Wales. Ihr Gesteinstyp und seine Formationsmerkmale sind für internationale Wissenschaftler von technischer Bedeutung, da sie sich gebildet haben, bevor sich die Magnetpole Nord und Süd umgekehrt haben und eine einzigartige Mineralien-Zusammensetzung aufweisen.

Bombo Quarry besteht aus zwei Gesteinsarten der Gerringong-Vulkane: dem Kiama-Sandstein und dem „Bombo Latit“ einer Form von Basalt. Der Basalt des Bombo Quarry entstand bei zwei Vulkanausbrüchen, vor ca. 240 Millionen und 66 Millionen Jahren.

Die Küstenlinie am südlichen Ende der Landzunge besteht aus einer schmalen Felsplattform, die aus rot / braunem Kiama-Sandstein besteht. Etwa auf halber Höhe des angrenzenden Felsens wird diese Formation dann von Bombo Latit / Basalt überlagert, dem blau-schwarzen Eruptivgestein, das den größten Teil des Steinbruchs ausmacht.

Eine weitere Besonderheit hier beim Bombo Quarry ist, dass sowohl Sandstein wie auch Basalt hier gleichzeitig vorkommt. Sandstein ist auch an der Ostküste keine Seltenheit, sehr selten ist aber, dass in einem Gebiet, das für vulkanische Aktivitäten bekannt ist, zusätzlich auch Sandstein zu finden ist.

Bombo Quarry – Der Abbau des Basalts

In den Jahren um 1900 stellte der Basalt für die wachsende Kolonie um Kiama herum einen wichtigen Rohstoff dar, der für den Straßen- und Eisenbahnbau benötigt wurde.

Der Basalt-Transport – auch als „Blue Diamond Trade“ bekannt – nach Sydney erfolgte zuerst auf kleinen Schiffen, der „Stone Fleet“. Im späten 19. Jahrhundert stieg man dann auf das effektiveres Transportmittel Eisenbahn um.

1940 stellte die NSW Railways jedoch den Abbau in Bombo Headland ein und verlegte ihren Betrieb in den Steinbruch auf der westlichen Seite der heute noch betriebenen Eisenbahnlinie.

Glücklicherweise ließ das Abbruchunternehmen bei der Ausgrabung des Bombo Steinbruchs einen Großteil der Basaltsäulen direkt an der Küste stehen. Das taten sie zwar nicht, um uns heute diesen pittoresken Anblick zu gönnen, sondern nur als Schutzwall, um das Meer aus dem Steinbruch herauszuhalten.

 

Sonnenaufgang am Bombo Quarry – Faszination in Gold

Der Sonnenaufgang lässt mit seinen warmen Sonnenstrahlen die schwarzen Felssäulen des Bombo Quarry in einem wundervollen, goldglänzendes Licht erstrahlen.

Die Farben des Bombo Quarry verändern sich beim Sonnenaufgang von Minute zu Minute. Eine ganz besonders schöne und intensive Stimmung lässt sich zu Tagesbeginn genießen.

Der Bombo Quarry kann sowohl mit seinen Farben wie auch Felsformationen mit den Cathedral Rocks mithalten und ist ein Frühaufstehen auf alle Fälle wert.

Zum Bombo Quarry kann nicht direkt gefahren werden. Der kürzeste Weg startet vom Parkplatz am Nordende des Bombo Beach.

 

Jones Beach – Kiama Downs

Jones Beach ist ein weiterer bei den Einheimischen populärer, aber dennoch ein Insider-Tip Strand. Jones Beach liegt zu Füßen des Vororts Kiama Downs – nur  knapp 10 Autominuten  nördlich von Kiama.

Einsam ruhig und feurig am frühen Morgen, etwas belebter während des Tages, aber niemals voll oder überfüllt. Wem das Liegen am Strand hier zu langweilig wird, ist auch schnell bei den angrenzenden Cathedral Rocks und kann dort herrlich in den Felsen herumklettern.

Menschenleer und ungestört werden die betörenden Farben hier am Jones Beach gerade bei Sonnenaufgang nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar. Als ich hier über den Jones Beach spaziere, kullert eine klitzekleine Freudenträne über meine Wange, weil ich manchmal das Glück, die Schönheit und meine Freiheit fast nicht fassen kann.

Auch als die Sonne schon ein ganzes Stück über dem Horizont steht, ist die Stimmung immer noch einsam grandios. Das frühe Licht spiegelt sich in den letzten Pfützen, während sich das Meer langsam zurück zieht.

 

Cathedral Rocks – Spektakuläre Kulisse für Sonnenaufgänge

Nur 4 Kilometer nördlich von Kiama, am südlichen Ende von Jones Beach gelegen, befindet sich diese markante Felsformation – genannt Cathedral Rocks. Für mich das Kraft- und Energiehighlight von Kiama.

Egal zu welcher Tageszeit ich hier sitze und zusehe wie die Wellen ohne Ablass gegen die bizarren Felsformationen klatschen, es ist immer fesselnd, aufregend, energiegeladen und doch beruhigend schön!

Die Cathedral Rocks sind Teil der geologisch faszinierenden Küste bei Kiama. Die markanten Felsformationen der Cathedral Rocks locken schon seit 1890 Besucher an. Heute kommen gerade auch Naturfotografen von weit her, um die spektakulären Sonnenaufgänge – zwischen den Felsen hindurch und rund herum – zu fotografieren.

Wie auch beim Bombo Quarry sind hier die Felsen über die Jahrtausende hinweg stark erodiert und hinterlassen geheimnisvolle Felsformationen. Ideal sind hier Sonnenaufgänge, wenn gleichzeitig auch fast Niedrigwasser ist. Es gibt hier nämlich auch noch eine Höhle, aus der heraus das Meer und die Cathedral Rocks fotografiert werden können.

Ich habe leider nicht das optimale Wetter erwischt und die Höhle war geflutet bei meinem Besuch. Dennoch verbreiten die Cathedral Rocks eine fesselnd schöne, gewaltige Atmosphäre.

Da dieser Sonnenaufgangs-Spot den meisten Touristen nicht bekannt ist, teile ich nur mit einem weiteren Fotografen, der extra aus Sydney für den Sonnenaufgang hier hergefahren ist, diesen wunderschönen Ort.

Die Cathedral Rocks sind besonders bei Sonnenaufgang ein faszinierender Kraftort, die die Energie der Schöpfung und des Neubeginns sichtbar und spürbar machen.

Mit einem heißen Tee oder Kaffee kann man hier auch an einem kühlen Morgen lange aushalten. Allein wegen der Aussicht auf einen Sonnenaufgang hier bei den Cathedral Rocks sollte für Kiama schon ein zwei Tage eingeplant sein.

Die nächstgelegenen Parkplätze befinden sich direkt am Jones Beach in Kiama Downs. Von hier erreicht man die Cathedral Rocks in Richtung Kiama kurz nach dem südlichen Ende des Jones Beach. Alternativ kann man beim Bombo Beach parken und über den Bombo Quarry zu den Cathedral Rocks spazieren.

 

Minnamurra Headlands – Lagune & paradiesischer Traumstrand

Nur 10 km nördlich von Kiama in Minnamurra liegt der dritte sehr schöne, absolut paradiesische und lange Sandstrand – Minnamurra Beach oder Mystics Beach.

Dieses kleine Juwel an Mystics Beach, kann auch deshalb noch ein Juwel bleiben, weil er nicht ganz so einfach erreicht werden kann. Denn er ist vom Festland getrennt durch den Minnamurra River.

Genau hier mündet der knapp 100 m breite Minnamurra River in den Pazifischen Ozean. Die Landzunge im Mündungsgebiet des Minnamurra Rivers wird Minnarmurra Headland bzw. die Sandbank auch Minnamurra Spit genannt.

Wieviel von der Südspitze des Minnamurra Beach oder sogar der Sandbank inmitten des zu überquerenden Minnamurra Rivers zu sehen ist, hängt extrem von den Gezeiten ab. Während bei Flut beinahe der Großteil des Mystics Beach verschluckt wird, scheint er bei Ebbe fast mit Minnamurra verbunden zu sein.

Bei dem imposanten Felsen hier an der Flussmündung handelt es sich um Stack Island oder Rangoon Island. Er macht sich nicht nur auf Fotos besonders gut, sondern bricht auch die einlaufenden, tosenden Wellen und schützt damit auch die Bucht.

Ein Parkplatz befindet sich am kleinen Strand von Minnamurra direkt am Minnamurra River.  Das Flussmündungsgebiet bildet hier so etwas wie eine sichere Lagune. Selbst wenn draußen im Meer die Wellen sich aufbäumen, kann hier noch relaxt gebadet und geschwommen werden.

Es gibt großzügige Grünflächen auch mit einem großen Kinderspielplatz und elektrischen BBQs. Der familienfreundliche Strand ist bei den Einheimischen sehr beliebt und am Wochenende auch voll.

Auch wenn die Sonne hier an der Ostküste versinkt, so habe ich doch hier einen meiner schönsten Sonnenuntergangsstimmungen erlebt. Ich war oft hier, aber dieses so extrem intensive Pink habe ich tatsächlich überhaupt bislang nur einmal Leben gesehen. Unwirklich und wunderschön!

 

Minnamurra Spit & Mystics Beach – eine paradiesische Landzunge

Wer hinaus zu der paradiesischen Landzunge will, kann bei Niedrigwasser sogar zu Fuß durch den Minnamurra River waten. Meist sind jedoch ein paar Schwimmzüge notwendig. Gerade an der Südspitze des idyllischen Mystics Beach – oder auch  Minnamurra Beach – finden sich immer nur sehr wenige Menschen ein.

Ein perfekter Ort für lange, einsame Strandspaziergänge und die Einsamkeit liebende Sonnenanbeter. Zum Abkühlen und Planschen ist der Mystics Beach ideal. Zum Schwimmen ist der Pazifik an dieser Stelle nur bedingt geeignet, weil es immer wieder auch starke Strömungen gibt – wie fast überall, wo der ungebändigte Pazifik auf die Küste Australiens trifft.

Das Nordende des Minnamurra Beach / Mystic Beach kann aber auch mit dem Auto erreicht werden. Wer in nördliche Richtung weiterfährt kann über einen großen Bogen südlich von Shellharbour wieder zurück zum Nordende des Minnamurra Beach gelangen.

 

Minnamurra Point – Faszinierender Ausblick über die Küste

Der Minnamurra Point liegt nur wenige Schritte entfernt vom kleinen Strand am Minnamurra River. Vorbei an Mangroven-Büschen geht es des den kleinen grünen Hügel hinauf.

An dieser Landspitze befindet sich der Minnamurra Point. Von hier aus hat der Besucher bei guter Sicht einen grandiosen Ausblick über die gesamte Küste – sowohl in Richtung Kiama wie auch in Richtung Shellharbour.

Der schönste Ausblick liegt allerdings direkt zu Füßen des Betrachters: das herrlich schöne Minnamurra Headland und die markante, pittoreske Stack Island oder auch Rangoon Island. Am ausgeprägtesten und von ihrer schönsten Seite zeigt sich Minnamurra Headland bei Niedrigwasser oder Ebbe.

Am Minnamurra Point wurde auch eine Walbeobachtungsplattform installiert. Mit viel Glück können Ende Mai bis Juli Buckelwale beobachtet werden, wie sie nach Norden wandern. Von September bis November ziehen sie dann mit ihren Kälbern wieder in Richtung Süden.

 

Kiama Coast Walk – Faszinierende Spaziergänge mit grandiosen Ausblicken

Der wunderschöne angelegte, 22 km lange Kiama Coast Walk ist in drei größere Abschnitte eingeteilt, die alle natürlich auch zu einer großen Küstenwanderung zusammengelegt werden können.

 

Minnamurra River zum Kiama Blowhole – schönster Abschnitt des Kiama Coast Walk

Der schönste, weil auch abwechslungsreichste, mit vielen Highlights herausstechende Abschnitt des Kiama Coast Walk führt vom Kiama Blowhole zum eben beschriebenen Minnamurra River oder Headland.

Auf diesen längsten Abschnitt mit 8,4 km Länge wird eine Zeit von 3 Stunden angegeben. Wer sich wirklich an den vielen Highlights auf der Strecke erfreuen möchte, sollte diese Zeit auch einplanen.

Dieser Kiama Coast Walk Abschnitt führt an allen oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten vorbei: Bombo Beach, Bombo Headland, Bombo Quarry, Cathedral Rocks, Jones Beach, zum Minnamurra Point und Minnamurra River.

Es ist ein leichter Spaziergang, der immer wieder über leicht erhöhte Landzungen führt, von denen aus sich herrliche Ausblicke über die ganze Kiama Küste eröffnen. Wunderschön!

Wer den Abschnitt nicht wieder zurückgehen möchte, kann einen der eher seltenen Züge nehmen (vorher Abfahrtszeiten checken) oder sich ein Taxi nehmen.

 

Vom Kiama Blowhole zur Loves Bay – Kiama Coast Walk

Für diesen 5 km langen, einfach zu gehenden Spaziergang werden 1,5 Stunden vorgeschlagen. Dieser Abschnitt des Kiama Coast Walk führt entlang der Buchten im Süden des Küstenortes.

Vom Kiama Blowhole und Leuchtturm geht es hinab zur Storm Bay, vorbei am Kiama Showground und hinunter zu dem beliebten Stadt-Strand Surf Beach. Über die mit Norfolk-Kiefern übersäte Landzunge geht es weiter zum Kendalls Beach.

Kurze Zeit später führt der Kiama Coast Walk an dem Little Blowhole vorbei, wo sich definitiv ein kleiner Stopp lohnt. Vom Little Blowhole geht es weiter zu dem riesigen Big4 Holiday Park am Easts Beach. Bald darauf ist dann die Lovers Bay und damit auch das Südende von Kiama erreicht.

Auch bei diesem Spaziergang bieten sich immer wieder schöne Ausblicke über das Meer. Allerdings ist es eben ein Spaziergang durch das Ostende von Kiama und entsprechend wenig einsam sind die Küsteneindrücke.

 

Von Loves Bay nach Gerringong – Der südliche Abschnitt des Kiama Coast Walk

Der 6km lange Abschnitt (2 Stunden) des Kiama Coast Walk von der Loves Bay nach Gerringong führt durch den unverbauten Süden Kiamas. Im Zick-Zack geht es über die Kiama Heights entlang der Küste. Grüne Weideflächen auf der einen Seite und der wilden Pazifik auf der anderen Seite.

Zwischen den exponierten Klippen, kleinen Regenwaldresten und offenen Meer ist der Spaziergänger dem Wetter direkt ausgesetzt und es kann hier auch extrem stürmisch werden.

Am Ende dieser Küstenwanderung wird die Werri Lagoon und der kleine Küstenort Gerringong erreicht. Wer will kann noch entlang des Werri Beach spazieren bis zu dem wunderschönen  Aussichtshügel auf dem sich eine Wal-Beobachtungsplattform und der wunderschön gelegene Friedhof von Gerringong befindet.

Auch von Gerringong gibt es die Möglichkeit mit dem Zug nach Kiama zurückzukommen, wenn denn einer fährt.

 

Meine Tipps: Was gibt es um Kiama herum zu tun?

  • Kiama ist ein charmanter Küstenort am Princes Highway in der Region Illawara. In der Ferienzeit der Australier geht es hier sehr geschäftig zu, aber das ist vermutlich so an jedem schönen Küstenort an der Ostküste. Ansonsten ist Kiama ein relaxter Ort, der einfach nur einladend freundlich ist. Es gibt alles was die schönen australischen Küstenorte so zu bieten haben: wunderschöne Strände, viele felsige Buchten, Wellen, Surfing, Angeln … und wie ich finde, noch ein Quäntchen mehr!

  • Essen gehen in Kiama: absolut erwähnenswert ist das kleine Thai Restaurant „Habour View“ mit seinem überaus charmanten Service Personal und ausgezeichnet leckeren & preisgünstigen Essen (BYO – hier kannst du deinen Wein/Alkohol selbst mitbringen).
  • Minnamurra River ist ebenfalls eine schöne Option, um spazieren zu gehen, zu angeln oder mit dem Kajak das Mündungsgebiet zu erforschen. An den Ufern des fischreichen Minnamurra River sind immer auch viel interessante Vögel zu beobachten.

  • Nur ein Katzensprung Richtung Norden liegt Shellharbour. Vor allem die Ostspitze – Bass Point – zeigt die Küste von ihrer wildesten Seite. Steile, felsige Landzungen, dazwischen tiefe Buchten mit tosenden Wellen. Ein herrliches Plätzchen für einen Spaziergang oder ein Picknick.

Minnamurra-Rainforest NSW

  • Im Süden von Kiama gibt es eine Vielzahl von schönen Stränden, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Besonders hervorzuheben ist dabei der Seven Mile Beach National Park nördlich von Shoalhaven Heads. Zu dem ewig langen Strand gibt es mehre Zufahrten mit Parkplätzen.

  • Ein toller Tagesausflug führt über enge Serpentinen hinauf und dann wieder steil hinunter in das wild-schöne, historische Örtchen Kangaroo Valley. Auf dieser Strecke kann man auch viele herrlich weite Ausblicke bis zurück an die Küste und über das Meer genießen. Der Ort selbst hat einige schöne Shops, Cafés und Restaurants zu bieten & natürlich die bekannte Hampden Bridge über den Kangaroo River. Im Umland gibt es übrigens wirklich was der Name erwarten lässt, viele, viele Kängurus.

 

Kann ich dich mit diesem Beitrag auch für Kiama und die Illawarra Region begeistern oder kennst du sie schon? Wer spektakuläre Kulissen & Sonnenaufgänge liebt, für den sind Cathedral Rocks & Bombo Quarry fast ein „Muss“. Fragen Tipps, Ideen – ich freue mich auf deine Kommentare!

 

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2 Comments on “Kiama Highlights: Kiama Blowhole, Cathedral Rocks, Minnamurra, Bombo Quarry

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