Monkey Forest – Ubud’s Heiliger Affenwald, der Tempel des Todes, die Drachenbrücke & die Heilige Quelle

Strangler Fig at Monkey Forest in Ubud Bali

Von Affen, Tempeln & Ritualen – Einer der Bali Attraktionen ist der Monkey Forest in Ubud – der allerdings noch weit mehr als nur wilde, freche Makaken-Affen bietet

Affen können auf Bali auch immer in freier Wildbahn gesehen werden. Wer von Affen aber nicht genug bekommen kann und dazu noch Tempel und Drachentreppen sehen will, ist genau richtig in dem bekanntesten Affenwald von Bali, dem Sacred Monkey Forest in Ubud.

Die Affen gelten auf Bali als heilig und gerade in den Affenwäldern betrachten sie ihre Besucher als immerwährende Futterquelle. Sie schauen so lieb, verspielt und freundlich, aber wenn sie bei den Besuchern Futter riechen, dann ist es definitiv ihrs  :-)

Der Affenwald in Ubud ist aber weit mehr als nur ein Naturpark. In seinem Schatten bietet er viele Ausblicke auf den ursprünglichen Monsun Wald von Bali, er wartet mit dem Tempel auf, die wunderschön angelegten Dragon Stairs führen durch eine gigantische, faszinierende Würgefeige zu der Heiligen Quelle.

Komodo Dragon at Holy Spring - Monkey Forest in Ubud, Bali

Die Langschwanz-Makaken von Bali

In dem Affenwald leben ca. 300 Makaken, in verschiedenen Clans aufgeteilt. Sie sind einfach überall und vor allem dort, wo die Besucher sind. Sie sitzen faul herum, springen von Baum zu Baum, planschen und erfreuen sich der kühlen Frische eines Wasserpools oder beweisen sich in Zweikämpfen.

Affenwald - Langschwanz-Makaken - Monkey Forest in Ubud, Bali

Sie scheinen völlig desinteressiert an den Besuchern, aber wehe sie wittern etwas essbares. Sie sind immer wild auf Futter. Manchmal versuchen sie es mit Betteln, mit wilden Schreien oder sie greifen einfach zu und nehmen es sich.

Affenwald - Langschwanz-Makaken - Monkey Forest in Ubud, Bali

Es wird schon am Eingang gewarnt auf Sonnenbrillen, Kameras, Schlüssel zu achten, am besten wegpacken in den Rucksack oder eine verschliessbare Tasche und die Kamera immer in der Hand halten. Denn ab und zu scheinen die Affen entweder aus Langeweile oder aus Aggression oder weil ihnen danach ist, einfach alles zu klauen, was für sie erreichbar ist.

Affenwald - Langschwanz-Makaken - Monkey Forest in Ubud, Bali

Wer diese kleine Regel befolgt, ist allerdings sicher. Da setzt sich dann höchstes mal ein Affe freundlich auf den Schoß des Besuchers.

Die meisten der auf Bali lebenden Affen sind Javaneraffen. Sie gehören zu den Langschwanz-Makaken. Ihre Schwänze mit 40 bis 65 cm sind oft länger als ihr ganzer Körper. Sie sind Allesfresser, ernähren sich aber vor allem von Früchten und falls nicht vorhanden auch von Blättern, Blüten, Insekten, Vogeleiern.

Affenwald - Langschwanz-Makaken - Monkey Forest in Ubud, Bali

Durch den Monkey Forest führen schön angelegte, schattige Fußwege vorbei an mehr als 115 verschiedenen Baumarten. Einige davon sind „heiligeBäume. Ihre Blätter werden nur für Zeremonien bei Verbrennungen von Verstorbenen genutzt oder es werden ausschließlich Schreine aus ihnen gebaut.

Von dem Spazierwegen aus hat der Besucher auch immer wieder einen wunderschönen Ausblick auf ursprünglichen Urwald. Vermutlich sah ganz Bali so aus, bevor durch Menschenhand eingegriffen wurde.

Affenwald - Langschwanz-Makaken - Monkey Forest in Ubud, Bali

Trotz Touristenattraktion sind der heilige Affenwald und die Tempel darin, vor allem ein wichtiger Ort für die Begegnung und den Kontakt der Einheimischen zu ihrer spirituellen Welt. Alle ihre Handlungen und Zeremonien sind darauf ausgerichtet eine Harmonie zu schaffen zwischen den Menschen, der Natur und dem Universum.

Affenwald - Monkey Forest in Ubud, Bali

 

Pura Dalem Agung Padangtegal

Der hinduistische Pura Dalem Agung Padangtegal ist der Haupttempel, der drei Tempel im Monkey Forest von Ubud und wird auch „Great Temple of Death“ genannt.

 Pura Dalem Agung Padangtegal - Monkey Forest in Ubud, Bali

Der Große Tempel des Todes wurde geschätzt 14. Jahrhundert erbaut. Es gibt kaum Aufzeichnungen über diesen Tempel.

Obwohl der Tempel sehr alt aussieht, ist vieles, was heute davon zu sehen ist, bereits die renovierte Version des ehemaligen Tempels. Die Tempel auf Bali halten nicht sehr lange. An dem weichen Vulkangestein, mit dem die Tempel erbaut wurden, nagt der Zahn der Zeit und das balinesische Klima sehr stark.

 Pura Dalem Agung Padangtegal - Monkey Forest in Ubud, Bali

Die meisten balinesischen Orte haben drei Haupttempel: Pura Puseh – der Tempel der Enstehung, Pura Desa – dem zentralen Dorftempel und wie hier im Affenwald der Pura Dalem – Tempel des Todes von Padangtegal, dem Ort zu dem der Affenwald gehört.

 Pura Dalem Agung Padangtegal - Monkey Forest in Ubud, Bali

 

Pura Prajapati – Der Einäscherungs-Tempel

Gegenüber dem Tempel Dalem Agung Padangtegal befindet sich der Pura Prajapati, hier finden die Verbrennungen statt. Der Tote befindet sich in einem Sarkophag von der Statur eines Bullen und wird damit verbrannt.

Einäscherungszeremonie Vorbereitungen Bali Indonesien

Während der Verbrennung werden den Göttern Opferungen und Darreichungen gebracht und die „BarongTänze aufgeführt. Auch Touristen können hier zusehen, wenn sie sich entsprechend kleiden (weißes T-Shirt/Bluse und Sarong).

Pura Prajapati Monkey Forest in Ubud, Bali

 

Holy Spring Bathing Temple – der Badetempel bei der heiligen Quelle

strangler fig at Holy Spring - Monkey Forest in Ubud, Bali

Der Badetempel befindet sich bei einer gigantisch großen Würgefeige und wird über die die Dragon Stairs – die Drachentreppe – erreicht.

Dragon Stair - Monkey Forest in Ubud, Bali

Der Badetempel dient vor allem der spirituellen Reinigung und ihm dem Quellwasser wird eine besondere Heil- bzw. Reinigungskraft zugesprochen. Nach der Verbrennung werden die Asche und Knochenreste in der heiligen Quelle eingetaucht, während die Bestattungsgäste ein reinigendes Bad nehmen.

Holy Spring - Monkey Forest in Ubud, Bali

Der indonesische Name für den Sacred Money Forest lautet Padangtegal Mandala Wisata Wanara Wana. Einer der beiden Eingänge zum Affenwald befindet sich am Südende von Ubud, der andere befindet sich in Nyuh Kunning, dem angrenzenden Nachbardorf. 2015 beträgt der Eintritt in den Park 30.000 Rupien (etwas mehr als 2 Euro).

Holy Spring Gorge - Monkey Forest in Ubud, Bali

Weitere Affenwälder in Bali sind:

  • Sangeh: dieser Affenwald mit über 40 Meter hohen Muskatnuss-Bäumen liegt einige Kilometer nördlich von Denpasar
  • Alas Kedaton: nur ca. 3 km von Sangeh entfernt bei dem Dorf Blayu. Auch hier gibt es einen Tempel, der allerdings nicht zugänglich ist, dafür entschädigen eine Kolonie Flughunde, die in den Bäumen hängen
  • Tempel Ulu Watu: kein Wald, aber auch hier laufen viele Affen frei herum

 

Ein wirklich eindrucksvoller Ort und wie ich finde viel mehr als nur ein Monkey Forest. Was meinst du? Schreibe es mir in den Kommentaren!

 

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4 Comments on “Monkey Forest – Ubud’s Heiliger Affenwald, der Tempel des Todes, die Drachenbrücke & die Heilige Quelle

  1. Tolle Fotos und Artikel.
    Ich war 2013 da und mir hat Ubud und der Affenfald sehr gut gefallen, besonders die Reisterrassen ausserhalb des Ortes sind sehr Cool.
    Liebe Grüße aus Koh Chang. Manuel

    • Danke, lieber Manuel – ich freue mich sehr über dein Kompliment!
      Ja, die vielen Tempel, die Affen und natürlich die Reisterrassen im Norden Ubuds sind tolle Attraktionen und Tagesausflüge.
      Der Post über die Reisterrassen kommt morgen :) Vielleicht hast du ja Lust ihn dir anzuschauen. Ich freue mich!
      Eine schöne Zeit in Koh Chang!
      Viele Grüße, Petra

  2. Hier möchte ich aber nicht verbrannt werden, mit den Badegästen neben an :)
    Aber das erste Bild von der Affenfamilie mit dem putzigen Kleinen
    finde ich so niedlich!

    • Liebe Erika,
      da muss ich erst mal lachen :) Tatsächlich werden die Menschen hier in einem Tempel verbrannt und dann erst danach die Asche in die heilige Quelle eingetaucht.
      Und hier ist das auch ein bisschen anders. Die Trennung von Leben und Tod ist nicht so krass wie bei uns. Hier gehört irgendwie alles zusammen und alles ist Teil des universellen Ganzen.
      Tod ist nur der Übergang in ein neues Leben.
      Ein schöner Gedanke, finde ich und er entspricht auch voll und ganz meiner Vorstellung von Leben :)
      Viele Grüße aus Bali,
      Petra

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