Silva Magica – Zauberwald, Kraftort & mystische Naturgeheimnisse

Silva Magica - Faszinierender Felsendom: er ist der erste Blickfang dieses Skulpturen-Gartens - Nockalmstraße in Kärnten - Österreich

Silva Magica ist ein Zauberwald, Energieplatz & herrlicher Skulpturen-Garten bei der Grundalm an der Nockalmstraße. Wer sich einlässt, kann auf ein Rundweg in die Welt geheimnisvoller Naturgeister – aus den Elementen Wasser, Luft, Erde & Feuer – eintauchen, die für andere sonst nur im Verborgenen der Erde wirken.

Schon das Aussprechen des Names Silva Magica verbreitet einen Zauber und eine eindringliche Mystik. Der Skulpturen-Garten direkt an der Nockalmstraße ist für Groß- und Klein ein Ort der Freude und Energie.

Bei dem kurzen Rundgang ziehen lauschige Plätzchen, ein gurgelnder Bach, Stein-Gnome mit blauen Augen, die Natursteine der Berge, ein kleines Baum-Museum u.v.m. die Besucher in ihren Bann.

Schon die 35 km lange Fahrt über die  Nockalmstraße, wo sich spätestens nach jeder der 52 Kehren auf dieser atemberaubenden Passstraße eine neue herrliche Bergperspektive auftut, ist ein ganz besonderes Kärnten-Erlebnis.

Eine Vielzahl von Erlebniswelten und kleinen Wanderungen laden die Besucher ein, nicht nur durchzufahren, sondern immer wieder anzuhalten und diese einsam, schöne Bergwelt ringsum intensiver zu genießen.

 

Silva Magica – Erlebnis-, Energieort & Skulpturen-Garten bei der Grundalm

Ein ganz besonderes Highlight liegt auf 1.688 m an der Nockalmstraße: der Erlebnis- und Natur-Skulpturen-Garten Silva Magica. Er liegt von Innerkrems kommend auf der rechten Straßenseite und öffnet sich von der Straße ausgehend erst einmal wie ein großer Park mit Bänken und Tischen. Den Blickfang bildet ein Felsen-Monument aus imposanten Gesteinsbrocken.

Silva Magica ist ein Plädoyer dafür, die Neugier, die Wunder, die Magie und den Zauber, mit dem jedes Kind der Welt begegnet, wieder lebendig werden zu lassen.

Faszinierende Skulpturen helfen auch Erwachsenen, die ihre kindliche Wunderwelt schon ganz vergessen haben, sich wieder zurück zu erinnern und die Welt der unsichtbaren Naturwesen, Elfen, Gnomen, Riesen, Saligen …

„Das Schönste, das wir erfahren können, ist das Geheimnisvolle.“ (Albert Einstein)

 

Silva Magica – Rundweg, Begegnungen & Naturgeheimnisse

Der leicht zu gehende, flache Rundweg durch den Skulpturen-Park Silva Magica ist gerade einmal 700 m lang. Er könnte also locker in 15 Minuten durchwandert werden. Wer sich aber berühren lassen will von all den Naturgeistern, die hier tatsächlich in vielen Formen und Facetten irgendwie lebendig und wahrnehmbar werden, kann sich hier leicht 1 Stunde und viel länger in einen seltsamen Bann ziehen lassen.

Einige der Skulpturen, Steine und Eindrücke möchte ich hier mit euch teilen und euch Lust darauf machen, ihn selbst erleben zu wollen und / oder in eueren Erinnerungen zu schwelgen.

 

Felsendom & Felsmalereien, die Geschichten von alten Kulturen erzählen

Der beeindruckende Felsendom ist schon von Weitem der erste Blickfang der Silva Magica Zauberwelt.

Der Felsendom ist eine Art Insel aus mächtigen Felsbrocken. Was von außen ein bisschen wie ein Labyrinth aussieht, ist ein Konstrukt aus Felsen und Felsenmalereien, aus Winkeln, Reflexionen und Gängen, das eine Verbindung von uralten Kulturen mit dir und mit dem Heute schaffen möchte.

Die Felsmalereien spiegeln archaische Darstellungen von uralten indianischen und australischen Kulturen wider, begegnen neuen Formen und tauschen sich aus. Auf den Felsen tanzen lustige Gnome.

Gleich zu Beginn ist der mächtige Schutzgeist der Silva Magica auf dem Felsen verbildlicht.

Die zentrale Felszeichnung ist auf Anhieb, was mich am meisten berührt. Vielleicht, weil es mein Heimweh nach Australien und der Faszination Outback sofort wieder präsent werden lässt.

Was ein bisschen wie eine Zeichnung kindlich naiver Außerirdischer aussieht, sind die von den australischen Aboriginals ganz im Norden der Kimberley Region gehuldigten Wandjina Götter. Wandjiana ist ein leicht aufbrausender Gott, der für Fruchtbarkeit und Regen steht und der Schöpfer allen Lebens in der Kimberley Region (einen Abstecher zu dieser Kultur findest du hier).

In dieser Felsmalerei treffen die Wandjina Götter mit einer Vision des Lakota Medizinmannes – John Around Him – über den heutigen Zustand unseres Planeten Erde zusammen.

Wie auch immer ich mich den Felsen zuwende, immer wieder entdecke ich berührende Felszeichnungen, die mich inspirieren und in mich meine Fantasiewelt davontragen.

Hier in rot sind der Sonnenkämpfer mit Inspirationsvogel (rechts),  das Blumenwesen (links) und das Sonnenkreuz mit Planeten darüber zu sehen.

Schon alleine hier im Felsendom gibt es viel zu entdecken.  Für Kinder ein Lieblingsplatz, um Versteck zu spielen.

 

Das Eingangstor zur Silva Magica

Wer zwischen den beiden riesigen Felsplatten hindurchgeht, kommt nicht umhin, die Energie dieses Kraftortes zu spüren. Die energiegeladenen Zeichnungen auf den Felsen scheinen den Besucher in eine gelassen, neugierige Stimmung zu versetzen und ihn für die Magie und den Zauber, den er vielleicht nur noch aus Kindheitstagen kennt, wieder zu öffnen.

Am Eingangstor wird der Besucher mit einem Spruch von John Lame Deer, einem Medizinmann der Lakota Indianer empfangen: „Ein guter Anfang über die Natur nachzudenken: Sprich mit ihr, sprich mit den Flüssen, den Seen, den Winden wie mit Verwandten.“

Und darum geht es hier auf diesem kurzen wunderschön gestalteten Rundweg: innehalten, der Natur zu lauschen, mit ihr zu kommunizieren und all ihren verborgenen Wundern – hier in Form von visualisierten Naturgeistern – zu begegnen.

Neben all den herrlichen Skulpturen und Bildern wird der harmonisch fließende Rundweg durch das Silva Magica aber auch ein Rundgang durch die Welt der Steine, ihrer Strukturen und Farben.

Immer wieder werden die verschiedene Gesteinsarten von Kärnten vorgestellt. Den Anfang machen Gesteinsarten, die für Mühlen hier in Kärnten verwendet wurden. Der Kopf des Mühlsteins besteht hier aus Grödener Sandstein und das große Mühlrad (Lieger) wurde aus einem Quarzkonglomerat von der Turracher Höhe gefertigt.

 

Felsenteich mit Wassernixe

Nixen gehören zu der Familie der Undinen (Wassergeister), Nymphen und Nyaden.

Obwohl die Nixen in den Legenden und Sagen immer mit damit assoziiert werden, dass sie Menschen in Gefahr oder gar ihren Tod bringen, ihnen Schaden zufügen, Männer verführen und sie etwa auf den Grund von Flüssen und Seen ziehen, sind die Nixen im Silva Magica freundliche, dem Menschen wohlgesonnene Nixen.

Besonders in der Morgen- oder Abenddämmerung steigen sie aus den Nebeln über dem Wasser auf. Aber auch in der Bergwelt betören die Wassernixen die Menschen durch ihre Schönheit und  bringen den ein oder anderen schon einmal von seinem Weg ab.

Die Wassernixen oder Wasserwesen sind die Seele der Regentropfen, Pfützen, Teiche, Brunnen, Bergseen, Flüsse und Meere. Alle Wasserpflanzen, Fische und im Wasser lebenden Tiere stehen unter ihrem Schutze.

Am besten lassen sich die Wassernixen von den schönen Energieliegebänken am Bach aus beobachten und belauschen.

 

Triebkräfte der Erde

Als Naturgeister werden oft „feinstoffliche“ Wesen bezeichnet, die in Verbindung mit einem bestimmten Ort – z.B. Pflanze, Fluss, Fels – in der Natur stehen. Sie werden entsprechend der vier Elemente in Erdgeister (Gnome), Wassergeister (Undinen), Luftgeister (Sylphen) und Feuergeister (Salamandern) eingeteilt.

Naturgeister wurden schon im 15. Jahrhundert vom berühmten Arzt Paracelsus eingeteilt und  systematisch beschrieben.

 

Vögel träumen von Irrlichtern in grüner Nacht

Als Irrlichter werden kurzlebige Leuchterscheinungen bezeichnet, die hin und wieder in Mooren, Sümpfen oder dunklen Wälder auszumachen sind. Sie werden meist als kleine Flämmchen beschrieben mit variierenden Farben von bläulich, grünlich bis rötlich.

Irrlichter werden oft als das arglistige Werk übernatürlicher Wesen – Kobolde Naturgeister, Gespenster und / oder Dämonen – oder als die Seelen unglücklich Verstorbener angesehen.  Das Irrlicht soll Reisende, Abenteurer und Neugierige in ihr Verderben führen. Die Menschen sollen in die Sümpfe gelockt werden, in denen sie dann versinken oder in den tiefen Wald, wo sich für immer verirren.

Gut, dass dies nur ein Traum der Vögel ist!

 

Schutzgeist des Waldes

Aufgrund der engen Lebensraum-Verbindung von Wald und Mensch konnten sich viele kultische Bräuche entwickeln. Auch heute noch ist der Baum das Symbol des natürlichen, ständigen oder stets wiederkehrenden Wachstums.

Lange wurde angenommen, dass der Wipfel den Kopf, die deckende Rinde die Haut und der umwickelnde Bast die Eingeweide des Baumes als eines beseelten, menschlich empfindenden Wesens – den Baumgeist – darstellten. Im antiken Rom bewohnte jeden Baum, solange er grünte und lebte, ein göttlicher Schutzgeist. Das Schlagen eines Baumes war unter hoher Strafe verboten.

Stattdessen wurden den Baumgeistern Opfergaben wie Tiere, Früchte gebracht und bunter Schmuck an den Ästen aufgehängt.

Was hier sich übrigens in den Bäumen und Ästen verhangen hat, sind nicht die Kleider kleiner Naturgeister, sondern Bartflechten.

Wie auch andere Moose & Flechten sind die zugegeben, vielleicht im ersten Augenblick etwas gruselig anmutenden Bartflechten ein Indikator darauf, wie intakt die Natur ist. Bartflechten wachsen nur dort, wo die Luft sehr rein ist.

 

Wasser- und Baumwesen der Grundalm

Auf einer Informationstafel ist zu lesen:

Mensch, du hast uns vergessen, uns Natur-Elementarwesen. Nun aber ist die Zeit gekommen, um wieder bewußt gemeinsam zu leben und zu gestalten. Der Kontakt zu uns erfolgt über die stille Gefühlsebene.

Eine heitere, friedliche Gesinnung, eine ehrfurchtsvolle Zuneigung zur Natur helfen dir, mit uns in Kontakt zu treten.

 

Windflitzer

Wer ganz genau zwischen die Bäume sieht, kann sie vorbeihuschen, im Wind oder auf Ästen sich wiegen sehen: die Windflitzer der Silva Magica.

Mit ein bisschen Glück kannst du sie sogar direkt vor deiner Nase auf Steinen tanzen sehen. Du schaust verträumt auf die quirligen Skulpturen und spürst einen Windhauch in deinem Gesicht. Vielleicht ist es ja wirklich nur ein Windhauch, vielleicht sind es aber auch die Windflitzer, die dich gerade gestreift haben?

Unablässig tanzen die Windflitzer durch die Lüfte und über die Köpfe der Besucher hinweg. Meist viel zu schnell und ich sehe sie nur noch als leichte Bewegung eines Astes.

Die Windflitzer tragen das Wissen über die Naturzusammenhänge und Naturgeheimnisse in beinahe Lichtgeschwindigkeit von einem Ort zum anderen. Sie erschaffen damit eine Art universales Wissen – ein Wissen, das für jeden überall abrufbereit, erfahrbar und spürbar ist, wenn er sich dafür öffnet.

 

Gnomen mit blauen Augen

Die Gnomen mit den blauen Augen haben sich auf den ersten Blick in mein Herz geschaut. Sie bestehen hier nur aus Köpfen, die interessiert und neugierig alles in ihr großes Gedächtnis aufnehmen wollen.

Je tiefer du in die Gnomen mit den blauen Augen blickst, desto mehr scheinen sie zu werden. Immer wieder tauchen neue blaue Augen an Stellen auf, wo vorher nur Gras war. Wenn sie dich mögen, erzählen sie dir Geschichten, die auf sanften Brisen zu deinen Ohren getragen werden.

Sie leben in dem Blau ihres nächtlichen Palastes. Nachts kann man sie auch schon mal singen hören. Diejenigen, die es nicht besser wissen, nennen Gnome mit den blauen Augen daher auch „singende Steine„.

Auf mich haben die Gnome mit den blauen Augen eine beinahe hypnotisierende Wirkung. Ich könnte mich völlig in ihrem Blau und ihren Formen verlieren.

 

Holzklang-Mobile

Beim Holzklang-Mobile gilt es zu berühren und berührt zu werden. Manchmal übernimmt es der Wind die Hölzer in Schwingung zu bringen, damit sie beginnen dir ihre Geschichten zu erzählen.

Ein anderes Mal bist du es der die Hölzer bewegt. Immer darfst du aber dem Holzklang nachhängen und dich und deine Gedanken mit seinem Gesang davonfliegen lassen.

 

Lichtung mit Saligen

Salige Frauen – auch genannt Salkweiber, Salaweiber, wilde oder weiße Frauen – sind Gestalten der Kärntner Sagenwelt und der Alpenregionen.

Die Saligen gelten als scheue, aber hilfsbereite, weise, sehr schöne und übermenschengroße Frauen mit Entenfüßen. Mit Vorliebe halten sie sich auf Waldlichtungen, Nocks, Bergrücken und in Felshöhlen auf.

Wer ihnen wohlgesonnen begegnet, dem Helfen sie beim Ackerbau, bei der Landpflege, aber auch mit ihren schier unbegrenzten Wissen und all ihren Kräften.

Nachts im Mondschein sollte man ihnen aber besser nicht begegnen. Einer Sage nach wurde ein junger Bauer nachts von den Salkweiber als Liebesgefangenen genommen. Die Saligen küssten und liebkosten ihn, bis er seelenlos auf der Erde lag. Für manche sicher nicht das schlimmste vorstellbare Ende.

 

Alter Faun mit Elfen im Regen

Was für uns Naturkräfte sind, waren für unsere Ahnen beseelte Wesen. Naturreligionen, Mystiker, Heiler und Künstler wußten schon immer, dass sich hinter der sichtbaren Natur Energien und nichtfassbare, nicht erklärbare Naturkräfte existieren.

Die nordischen Kulturen haben noch heute einen innigen Bezug zu den Naturwesen. So glauben mehr als 50% der Isländer an Elfen, Trollen & Hidden People. „Elfenbeauftragte“ – diese Bezeichnung wurde von den Medien geschaffen – sorgen in Island dafür, dass Straßen um Felsen herum gebaut werden, wo aus Sagen und Überlieferungen Elfen leben sollen.

2018 hat in Deutschland eine „Elfenbeauftragte“ ihre Hilfe angeboten, traurige Energien bzw. neuralgische Punkte auf der A2 mit hoher Unfalldichte, energetisch zu versiegeln.

 

Archaische Stein-Spirale

Spiralen wirken schon seit eh und je eine Faszination auf die Menschen aus. Sie sind – wo auch immer wir hinschauen – überall zu finden: in der Natur (Muscheln, Wasserwirbel, Blütenanordnungen, DNS, selbst Galaxien), der Wissenschaft (Fibonacci Zahlen), in der Kunst (z.B. Leonardo da Vinci, Vincent van Gogh, Paul Klee, M.C. Escher), in alten Kulturen, in Bauwerken.

Die Spirale ist eines der ältesten Zeichen für Leben, für Wechsel von Außen nach Innen und Innen nach Außen und für Entwicklung.

Hundertwasser – wie auch viele andere Künstler – sah die Spirale als Kern des Lebens und der Kunst an. Die Spirale ist auch unser Lebensweg selbst, den jeder für sich finden muss, um am Ende das Zielunsere eigene Mitte – zu erreichen. Je mehr wir uns unserem Mittelpunkt nähern, desto schneller verläuft das Erfassen und Erkennen der Zusammenhänge.

Wenn du alleine hier sein kannst, ist die Spirale ein sehr kraftvoller Meditationsort.

 

Lux Magica

Licht-, Luft- und Wurzelgeister beleben auf diesem Gemälde einen Baum. Wenn du einen Weg findest in das Bild einzudringen, bekommst du bestimmt viel von ihrer Energie ab.

 

Gruppe von Feuergeistern

Die Feuergeister, die hier züngelnd auf der Wiese tanzen, stehen für Verwandlung und geistige Erneuerung.

Die aus dem feurigen Zirbenholz geschnitzten Feuergeister symbolisieren mächtige Naturwesen, die alles umfassen, was mit Feuer und Wärme zu tun hat. Sie verändern ihre Formen ständig.

Sie können aber nicht nur ihre Formen verändern, sondern sie können auch als Tiere erscheinen, die das Feuer in sich tragen: Echsen, Salamander, Drachen.

 

Gruppe von Gnomen

Der Gnom ist ein kleinwüchsiges, menschenähnliches Fabelwesen, das als Berggeist dem Element der Erde zugeordnet ist. Später wurde zu den Gnomen auch Zwerg und Kobolde gezählt, die nicht nur unter der Erde, sondern auch in Wäldern, Bergen und Gewässern leben können.

Gnome sind eher zurückhaltend und gehen den Menschen aus dem Weg. Aber vielleicht kannst du ja den ein oder anderen scheu im Schutze der Bäume oder schüchtern hinter Steinen hervorschauen sehen.

Gnome gelten als äußert intelligent und speichern der Überlieferung nach enormes Wissen über alle irdischen Stoffe, Steine und Metalle. Sie leben sozial und uneigennützig in Gruppen zusammen und halten sich meist in der Nähe von Energieadern von Steinen auf.

 

Sylphus Leminurica – Großes Lichtwesen der Grundalm

Bei den mythischen Sylphen handelt es sich um Naturgeister, die dem Element Luft zugeordnet sind. Zu den Sylphen gehören auch die Elfen. Sylphen sollen einen zarten Frauenkörper besitzen. Sie können sogar Kinder gebären, haben allerdings keine Seele.

Paracelsus (1493–1541) gilt als literarischer Schöpfer der Sylphen.

Sylphen sind für die Bewegungen der Wolken und des Windes, von der feinsten Brise bis zum mächtigen Sturm verantwortlich.

Wenn du also hier stehst und ein Windhauch dich streift oder du eine leichte Schwingung spürst, dann hast du vielleicht gerade Kontakt mit Sylphen aufgenommen.

 

Planeten Steinkreis

Der Steinkreis wird repräsentiert durch die 7 klassischen Planeten aus der Antike: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn. Das Kreuz in der Mitte steht für unseren Planeten Erde.

Im antiken Griechenland und im antiken Rom ging man übrigens davon aus, dass die Planetensphären von Wesenheiten bevölkert wurden. So ist der Mond die Heimat der Angeloi (Söhne des Zwielichts, Geister der Dämmerung), der Merkur wird von Archangeloi (Erzengel, Feuergeister), die Venus von den Archai (Geister der Persönlichkeit, Urengel oder Urkräfte), die Sonne von den Gewalten (Geister der Form), der Mars von den Mächten (Geister der Bewegung) und der Jupiter von den Herrschaften (Geister der Weisheit) bewohnt.

 

Wo die Wassergeister sich tummeln

Von den wunderschön geformten Energieliegen lassen sich die Wassergeister beobachten, aber sei vorsichtig und lass dich von ihnen nicht in ihre Wasserwelt hineinziehen.

In Tschechien (ehemals Südböhmen) glaubt man, dass die Wassergeister am Freitag ihren freien Tag haben und keine Menschen fangen und mit ihren Netzen in die Tiefe ziehen. Stattdessen werden am Freitag die Netze repariert, die langen grünen Haare gekämmt und sich dann in die Sonne gelegt.

 

Der Weg der Steine

Auf dem Silva Magica Rundweg begegnest du nicht nur der Skulpturenwelt all diesen herrlichen Naturgeistern, sondern es liegen immer wieder andere Gesteinsbrocken vor dir am Wegesrand.

Wie wird zu Beginn des Rundweges so schön gesagt: Kärnten ist ein Mosaik aus Steinen.

„Wir lieben Steine, wir steigen auf Steine und wir fallen auf Steine – und dennoch wissen wir sehr wenig über diesen Boden, auf dem wir leben.“

Dieser Silva Magica Rundgang eröffnet dir nicht nur die Zauberwelt der Naturwesen, sondern liebevoll gestaltete Informationstafeln vermitteln viel Wissenswertes und einen Einblick in die Gesteinswelt von Kärnten.

Einer der für mich faszinierendsten Steine ist der Marmor. Marmor entsteht aus ehemals organischen Material wie Kalkalgen, Korallen und Muschelschalen. Bei der Gebirgsbildung werden diese Kalke dann in der Tiefe umkristallisiert.

Der fossile Anteil wird dabei völlig zerstört und übrig bleibt das wunderschöne Konstrukt Marmor aus ineinander verzahnten, oft farbigen Calcit-Kristallen.

 

Grundalm-Ausstellung: Bäume als Überlebenskünstler

2012 erhielten die Kärntner Nockberge zusammen mit dem Salzburger Lungau die UNESCO Auszeichnung „Biosphärenpark„.

Unter Biosphärenreservat versteht man eine Modellregion, bei der es gilt, einen ökologisch, ökonomisch und sozialen Lebensraum zu schaffen. Wobei es hier nicht darum geht den Menschen auszuschließen, sondern als Bestandteil dieses Ökosystems zu sehen.

Elf Betriebe aus Mittelkärnten haben sich zur ARGE Nockalm zusammengeschlossen, um die drei stärksten Hölzer des Biospährenparks NockalmLärche, Fichte, Zirbe – als Qualitätshölzer zu vermarkten.

In der Ausstellung in der Grundalm, die sich direkt am Eingang zum Silva Magica befindet, geht es um die Geschichte dieser Jahrmillionen alten Überlebenskünstler. Bäume gab es schon weit vor den Dinosauriern. In Jahrtausenden haben sie sich weiterentwickelt, verändert und ihrer Umgebung angepasst.

In der Region der Nockberge haben sich vor allem Fichte, Lärche und Zirbe als besonders erfolgreich und überlebensfähig herausgestellt. Um diese drei Baumarten und ihre Wechselwirkung mit der Natur geht es in dieser liebevoll gestalteten Ausstellung auf der Grundalm.

Einfach reingehen und staunen über die Überlebensstrategien dieser Bäume und ihrem Nutzen für die Menschen!

 

Silva Magica Fazit:

Es fällt mir leicht Energien an Kraftorten wahrzunehmen und zu spüren. Ich habe vermutlich selten oder vielleicht nie einen Ort erlebt, wo Künstler die Energie eines Platzes besser interpretiert und auch für die Augen wahrnehmbar gemacht haben. Ein ganz großes Kompliment an die Empfindsamkeit und Schöpferkraft dieser Künstler!

Die Skulpturen ziehen die Besucher in einen Bann vom ersten Augenblick an. Sie wecken die Fantasie und machen es leicht, in eine Welt von Naturgeistern einzutauchen. Silva Magica sensibilisiert den Menschen für das Verborgene, längst Vergessene und für die gewaltigen, unsichtbaren Naturkräfte. Gerüche, Formen, Farben, die Natur und die von ihr ausgehende Energie und ihr Optimismus können wir hier intensiver wahrzunehmen.

Alle Skulpturen am Wegesrand und Steinblöcke dürfen angefasst werden. Das macht diesen Rundweg auch für Kinder – und mich – besonders interessant. Sehen, Fühlen, Riechen, Hören … ein Rundweg der Sinne & Begegnungen, den ich euch nur wärmsten empfehlen kann.

Auch wer Silva Magica einfach nur als fantasievoller Spielplatz für Groß- und Klein sehen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Verschiedenste Arten und Formen der Gesteine, der Pflanzen, Skulturen und der Bach bietet Erholung und zugleich viel Lehrreiches über die Region Kärnten und die Nockberge.

 

Meine Tipps:

  • Schon in dem Namen – Silva Magica – schwingt so viel Mystik und Energie, dass wohl kaum einer dieser Faszination widerstehen kann. Wenn dann trotz dieser hohen Erwartungen, alles noch übertroffen wird, dann wurde hier etwas wirklich Außergewöhnliches geschaffen. Alle Informationen zu Öffnungzeiten der Nockalmstraße, der Grundalm, Ausstellungen und Preise u.sw., findest du auf der offiziellen Nockalmstraße Webseite.

  • Meine Regenwetter-Empfehlung: Silva Magica sieht bestimmt bei Sonnenschein noch viel strahlender aus. Ich bin leider bei beiden Besuchen nicht mit Sonnenschein verwöhnt worden -aber Schnee im August ist auch etwas Besonderes.  Der Vorteil bei suboptimalem Wetter: wer hier die ganze spirituelle Kraft spüren und in die innere Ruhe eintauchen möchte, ist genau zu dieser Zeit bestens beraten. Ich habe beim zweiten Mal sogar die Silva Magica ganz für mich alleine erspüren dürfen. Eine faszinierend dichte Energie – gerade wenn sie ungestört erlebt werden kann.

  • Ganz tolle Eindrücke zur Gestaltungsphase, den Künstlern und Entstehung bzw. Visualisierung des Kraftortes Silva Magica findest du auch auf dieser Seite von Rikta Art.
  • Kärnten Card: wer sich einiges in Kärnten ansehen möchte, der ist mit einer Kärnten Card gut beraten. Sie deckt u.a. die Gebühren für Hochalpenstraßen wie z.B. die Nockalmstraße, die Bergbahnbenutzung im Sommer und einige Eintritte ab. Mehr Informationen, was die Kärnten Card kostet und beinhaltet, findest du hier auf der offiziellen Webseite.
  • Ausgewählte Sehenswürdigkeiten und Highlights von Kärnten Seenlandschaften, Genusswanderungen oder uriger Hüttenkult, besondere Kraftplätze u.v.m findest du am Ende dieses Beitrages unter „Weiterlesen & Inspirieren lassen“. Viel Spaß beim Stöbern!

Slow Trail Kitzelberg: Faszinierender Gipfel-Ausblick auf Klopeiner See, schöner geht nicht! - Kärnten, Österreich

 

Anmerkung: Fotografie der Silva Magica Kunstwerke

Sämtliche Skulpturen und Naturgeister-Bilder befinden sich im Eigentum des Landes Kärnten & der Nockalmstraße. Herzlichen Dank für die Erlaubnis, dass ich meine Fotos von den Kunstwerken veröffentlichen und Zitate weitergeben darf.

Die Idee dazu hatten Dr. Günther Karner & Johannes Matthiessen. Ausgeführt wurden die Kunstwerke u.a. von Johannes Matthiessen, Rikta A. Schaden, Hans Pertl, Egon Gruber, Thomas Mink, Maja Pascal.

 

Kann ich dich mit diesen vielen Eindrücken – deren ganze Energie sich leider niemals in Bildern und Worten ausdrücken lassen – von dem Zauberwald Silva Magica & seinen Naturgeister begeistern? Warst du schon dort? Ich freue mich auf deine Kommentare!

 

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4 Comments on “Silva Magica – Zauberwald, Kraftort & mystische Naturgeheimnisse

  1. Hei. Ich habe noch nie etwas von „Silva-Magica“ gehört. Es hat Spass gemacht, den Artikel zu lesen. Hat mich wirklich gefesselt. Gratuliere.

    • Dankeschön Pascal, für das schöne Feedback! 🙂

      Falls du einmal das wunderschöne Kärnten besuchen willst, ist die Nockalmstraße das wohl schönste Tor nach Kärnten. Und dann kannst du auch selbst dir einen Eindruck von diesem besonderen Kraftort machen und dir vielleicht von den Luftgeistern auf der Nase herumtanzen lassen.

      Bei der Recherche zu den Naturgeistern bin ich auf so viele schöne, manchmal lustige Geschichten und Interessantes gestoßen, die leider den Beitrag sprengen würden.

      Sonnige Grüße
      Petra

  2. Vielen Dank, liebe Petra Paul, für diesen wunderbaren Blog! 2009 ist dieser Platz unter der Leitung von Johannes Matthiessen und mir entstanden. Es war einer der schönsten Arbeitsplätze, die ich in meinem Leben hatte. Unter den einfachsten, urigsten aber traumhaftesten Bedingungen haben wir ca 1 Monat lang mit Hilfe anderer Künstler diesen Platz gestalten dürfen. Wer also einmal erwägt auf die Nockberge zu fahren, muss sich für die Grundalm etwas Zeit mitnehmen! Allen weitern Entdeckern viel Freude! Und nochmals besonderen Dank an Petra Paul, die ihre Lieblingsplätze dieser Welt durch ihre Blogs sichtbar werden lässt!!!!! von Herzen Rikta

    • Hallo liebe Rikta,
      ihr habt mit der Silva Magica einen so wunderbaren Ort geschaffen! ❤️Herzlichen Dank dafür! Selten hat mich ein Ort mehr berührt. Er ist definitiv ein Lieblingsort für mich geworden.
      Nockalmstraße ohne Silva Magica darf nicht sein. Ich war auf dem Hinweg dort und 10 Tage später auf dem Rückweg wieder. Und immer wieder fühlt sich der Ort anders & irgendwie neu an.

      Herzlichen Dank & liebste Grüße
      Petra

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